Nippon 2010: „Crows Zero 2“ von Takashi Miike – Wilde Kämpfe

„Crows Zero II „/ „Kurôzu zero II“
Japan 2009. Regie: R: Takashi Miike


Mit „Crows Zero 2“ lässt Takashi Miike durch zwei Stunden Gewalt grüßen. Ist das Bild noch nicht komplett? Dann gehört dazu noch die Vorstellung von der „Wilden Kerlen“-Reihe mit dem Vermerk, dass Fußball durch Kämpfe zwischen den Gangs ersetzt wird. Genau wie bei den „Wilden Kerlen“ geht es hier auch um Gebiete und Rivalität, hier zwischen Gymnasiasten. Auf der einen Seite gibt es die Guten, von der Suzuran-Schule, die natürlich ihre Organisationsproblemen haben, so dass die im Film fast nie aufhörende Gewalt sich an einem dramaturgischen Faden orientieren kann, und auf der anderen Seite die Schlechten, von der Hosen-Schule.

Der Film beeindruckt vor allem durch die 25 Minuten lange, äußerst brutale Kampfszene am Ende des Films, die, vielleicht schwer vorstellbar, keine Sekunde langweilig wird. In dieser Hinsicht leisten Kamera und grafische Animationen eine beeindruckende Arbeit, aber auch die Gesamtkonstruktion der Dramaturgie ist keineswegs zu übersehen. Schon am Anfang des Films führen Rückblenden den Zuschauer in eine Welt des ewigen Gangkampfs ein, dessen speziellsten Momente für die Kämpfer daraus bestehen, in der Masse von Gegner den würdigen Partner auszusuchen und zu konfrontieren. Die Satisfaktion des Findens dieses Gegners breitet sich schnell auf die Laune des Publikums aus und dient als wirkungsvolle Einführung in die Machtkonflikte innerhalb der Suzuran-Schule.

Als sehr überlegt stellt sich am Ende des Films die Fokussierung der Handlung auf mehrere, aus der Masse von Gangmitgliedern herausstechende Hauptcharaktere heraus, die dem erwähnten monumentalen finalen Kampf mehrere Anhaltspunkte und dadurch Abwechslungsreichtum gewährt.

„Crows Zero 2“ ist Unterhaltung im besten Sinne des Wortes, vor allem, weil die Gewaltexzesse so gekonnt mit einem auf die Spitze getriebenen, trockenen und coolen Humor alterniert werden, dass sich fast kaum Zuschauer finden können, die den Film nicht genießen werden. Und genau das war Miikes Anliegen, wie das Ende des Films ironisch kommentiert. Mit dem Schulabschluss der Protagonisten ist alles vorbei, aus und vor allem egal, und der Zuschauer darf zufrieden den Saal verlassen.


Ciprian David


„Crows Zero II“ / „Kurôzu zero II“
Japan 2009. R: Takashi Miike
D: Shun Oguri, Shinnosuke Abe, Gou Ayano
133 Min.

Nippon 2010: „Symbol“, Hitoshi Matsumotos bizarrer zweiter Streich - „Cube“ á la Nippon

“Symbol”, Japan 2009. Regie: Hitoshi Matsumoto


Von der Eiswüste des Südpols („The Chef of South Polar“) in die Wüste Mexikos. Und anstatt dick eingepackter Japaner, die durch die Schneeverwehungen hetzen, jagt hier eine junge Nonne (Adriana Fricke), mit Kippe im Mundwinkel und übergroßer Sonnenbrille auf der Nase, ihren klapprigen Wagen über eine staubige mexikanische Landstraße, als wäre der Leibhaftige hinter ihr her. Die aus dem Autoradio dröhnende Musik schafft den akustischen Übergang zur nachfolgenden Szene, in der die gleiche Musik aus einem Transistorradio blechern in die Wohnstube eines mit allerlei (vorwiegend katholischem) Nippes angefüllten Wohnhauses schallt, in der streitende Kinder von ihrer Mutter gemaßregelt und anschließend in die Schule geschickt werden. Zurück bleiben Mutter, der Großvater – und der merkwürdige, die Zeitung durchblätternde Typ mit der Catchermaske am Esstisch, der kurz darauf von der heranrasenden Nonne, die sich als weiteres Familienmitglied entpuppt, zum heutigen Kampf abgeholt wird.

Nach einem kurzen Geplänkel zwischen Vater (der mit der Maske) und Tochter (die Nonne) über deren neuen Job hellt sich das Bild auf und eine Weißblende führt uns zum zweiten Schauplatz des Film, den zu lokalisieren weitaus schwieriger fällt. Besteht dieser doch zunächst lediglich aus glatten, weißen Wänden, die einen launigen Japaner mittleren Alters (Hitoshi Matsumoto selbst) mit merkwürdiger Topffrisur und schreiend buntem Pyjama beherbergen, der sich – soeben erwacht – fragt, wo und wie zur Hölle er hier gelandet ist. Im folgenden, „The Education“ betitelten Kapitel wird er zunächst feststellen, dass die scheinbar glatten Wände seines Gefängnisses seltsame Erhebungen aufweisen, die sich als, pardon, Puttenpenisse erweisen, deren Besitzer offenbar die Wände bevölkern. Und er wird lernen, dass ein sanfter Druck auf diese schimmernden Geschlechtsteile mit allerlei Gegenständen und Ereignissen ‚belohnt‘ wird, die aus sich öffnenden Klappen herauspurzeln: von einer Zahnbürste, einem Megaphon und einem Bonsaibäumchen über einen aus der einen Wand hervor und in die gegenüberliegende Wand hinein sausenden afrikanischen Läufer bis hin zu einer 3D-Brille und diversen Ausgaben eines Mangas.

Während der Mann in den bunten Klamotten von Penis zu Penis wandert, um einen Ausweg aus diesem wie eine Mischung aus Versuchslabor und Spielzimmer anmutenden Raum zu finden, wird parallel die Geschichte von „Escargot Man“ weiter erzählt, dem Catcher mit einem Herz für Kinder, der sich darauf vorbereitet, zusammen mit seinem Partner in den Ring zu steigen. Wie es Matsumoto anstellt, diese beiden Erzählstränge zusammenlaufen zu lassen, das bizarre Geschehen ins Globale und schließlich ins Kosmische zu wenden, soll und darf hier nicht en detail verraten werden – wahrscheinlich würde man es dem Rezensenten sowieso nicht glauben.

Regisseur (und Hauptdarsteller) Hitoshi Matsumoto, bereits seit 1983 auf Japans Bühnen unterwegs, gilt neben Takeshi Kitano als erfolgreichster Komödiant des Landes. Mit „Symbol“ lieferte er letztes Jahr seinen zweiten Spielfilm ab, nachdem er zwei Jahre zuvor bereits mit „Dainipponjin“ („Der große Japaner“) bewiesen hatte, dass er als Regisseur sich nicht mit Kleinigkeiten abgibt, sondern durchaus ‚Großes‘ vorhat. Mit jenem Film (vor zwei Jahren auf der Nippon Connection vertreten), einer Hommage an die legendären Godzilla-Streifen, in der er wiederum selbst als mittelloser, durch Stromstöße auf das Hundertfache seiner Körpergröße angewachsener Familienvater durch die für ihn winzig gewordenen Straßen stapft und schließlich vom japanischen Verteidigungsministerium zur Monsterjagd eingesetzt wird, war er weltweit bereits erfolgreich in den Kinos unterwegs. Zumindest dort, wo man mit dieser sehr speziellen Art von Humor etwas anzufangen wusste.

Der mit internationaler Besetzung gedrehte „Symbol“ nun mutet wie eine groteske Mischung aus Matsumotos Bühnenshows, Vincenzo Natalis „Cube“ (1997) und „Nothing“ (2003) und den surrealen Welten Jan Svankmajers an, die auf ihre Art wohl einzigartig sein dürfte. Und auch wenn wie im Falle des Vorgängers Matsumotos eigentümlicher Humor vielleicht nicht jedermann/-frau gleichermaßen zu begeistern vermag, wird es zumindest schwierig werden, ein noch skurrileres und aberwitzigeres Stück Film im diesjährigen Programm ausfindig zu machen.


Christian Moises

„Symbol“. Japan 2009
Regie: Hitoshi Matsumoto. Drehbuch: Hitoshi Matsumoto, Matsuyohi Takasu. Kamera: Yasuyuki Toyama.
Darsteller: Hitoshi Matsumoto, David Quintero, Luis Accinelli, Lilian Tapia, Adriana Fricke
Länge: 93 Min.
www.symbol-movie.jp

Nippon 2010: Shuichi Okitas Eröffnungsfilm “The Chef of South Polar” – Hauptsache es schmeckt!

„ The Chef of South Polar (Nankyoku Ryorinin)”, Japan 2009. Regie: Shuichi Okita.


Die Totalen zu Beginn lassen noch einen Thriller vermuten. Männer in dicken Anoraks, die durch die unwirtliche Kälte des Ewigen Eises hetzen, einem Flüchtenden hinterher. Doch als sie ihn erreichen und zu Boden werfen und er sie anschreit, er wolle weg von hier, nichts als weg, mutet das nun folgende Beschwichtigungsangebot doch sehr Thriller-untypisch an: „Let’s play Mahjong!“ Ebenso die kauzigen Typen, die man in der folgenden Einstellung – nun ohne Anoraks – im Inneren der Dome Fuji Forschungsstation beobachten kann, wie sie sich die Zeit totschlagen, mitten in der Antarktis, fernab der Zivilisation, weit weg von Zuhause: mit Mahjong, Seifenopern, Dosenbier – und leckerem Essen!

Shuichi Okitas zweiter Spielfilm „The Chef of South Polar“ (nach „The Wonderful World“ von 2006) basiert auf dem autobiographischen Essay “Fun Days of an Antarctic Chef“ („Omoshiro Nankyoku Ryorinin“) von Jun Nishimura, der darin – wie der Titel bereits vermuten lässt – sehr amüsant von seinen Erlebnissen als Koch einer Antarktisexpedition berichtet. Im Film wird dieser dargestellt von Masato Sakai (bekannt geworden etwa durch seine Rolle in „Atsuhime“ von 2008), dessen fast maskenhafte Mimik, sein aufgesetzt wirkendes Lächeln dieser Figur eine eigentümliche Prägung geben und bereits zu Beginn erahnen lassen, dass dieser Mann nicht wirklich freiwillig an diesem Ort gelandet ist. Nichtsdestotrotz sind es vor allem seine kulinarischen Kreationen, die dem täglichen Einerlei auf der Station seine Struktur und Würze geben.

Und bei dieser Gelegenheit, am Esstisch zusammensitzend, werden auch die acht Männer eingeführt, die hier über ein Jahr zusammen ausharren müssen, um die ihnen zugewiesenen Aufgaben auszuführen. Die tägliche Routine in der Station beginnt frühmorgens mit aus den Lautsprechern schallenden Mozartklängen, welche die schläfrigen Körper der Forscher aus den Schlafräumen in den Flur taumeln lässt, um sich auf den Weg in das winzige Badezimmer zu machen, wo die intimsten morgendlichen Erledigungen unter den Augen der Kollegen zu verrichten sind. Danach das vom Chef de cuisine nach allen Regeln der Kunst zubereitete Frühstück, bei dem kurz die angesetzten Arbeitsziele für den aktuellen Tag verkündet werden, ehe es für die meisten der Männer hinaus in die Kälte geht.

Der unterhaltsame Film lebt – neben der illustren Besetzung – vor allem vom (der Vorlage geschuldeten) Blick für die Details, von der Komik, die aus der Wiederholung und Variation von bereits Etabliertem gewonnen wird, und den absurd anmutenden Situationen, die für Abwechslung im Forscher-Alltag sorgen. Etwa wenn zu einer Synthesizerversion von Wagners „Ritt der Walküren“ auf dem Fahrrad das Tagesmenü verkündet wird. Oder wenn Nishimura den Wunsch der Besatzung nach frittiertem Hummer, dieses kulinarische Sakrileg, mit einer bizarr anmutenden Drapierung der Krustentiere quittiert. Oder wenn ein Steak, das zu groß für die Pfanne ist, kurzerhand mit Spiritus entflammt wird.

Um das für den Film zentrale Thema des Essens, sprich: die von Nishimura zubereiteten Köstlichkeiten ansprechend ins Bild zu setzen, wurden Food Stylist Nami Iijima und Werbemacher Takako Kuretani engagiert, deren Arbeit durch gleitende Kamerabewegungen über die gedeckte Tafel gewürdigt wird. Auch bei der Mannschaft verfehlt die Kunst Nishimuras nicht ihre Wirkung. So steht etwa des nachts einer der Männer vor dessen Tür, um den Schlaf gebracht von der Sorge, die restlichen Monate auf der Station auf die leckere Ramen-Suppe verzichten zu müssen, weil nächtliche Nudeleskapaden zweier Kollegen den Vorrat vorzeitig zur Neigen gehen ließen.

Die existenzielle Tragweite der Abgeschiedenheit, der Trennung von Familie und Lebensgefährtinnen wird dabei eher en passant mitverhandelt, etwa wenn die eigene Frau das Gespräch am Telefon verweigert, als Mato-San (Katsuhisa Namase) von seiner Tochter ein Geburtstagständchen am Telefon erhält. Oder der Jüngste in der Gruppe feststellen muss, dass es immer schwerer fällt, die teuer erkauften Telefonminuten (8 Dollar pro Minute) mit sinnvollem Inhalt zufüllen - bis die Frau am anderen Ende ihm eröffnet, dass sie bereits längere Zeit jemand anderen trifft.

Während der Film unvermittelt am Südpol einsetzt und die restliche Zeit (angezeigt durch die Zahl der verbleibenden Tage auf einer immer wieder ins Bild gesetzten Tafel) bis zur Rückkehr in die Heimat erzählt (inklusive einer kurzen Koda), erhellt eine durch eine Erinnerung Nishimuras initiierte Rückblende dessen Vorgeschichte. So wird klar, dass er diesen Posten dem unglücklichen Umstand zu verdanken hat, dass der eigentlich für die Aufgabe vorgesehene, darob euphorisch gestimmte Küchenmeister kurz vor seiner Abreise die Kontrolle über seinen Roller verloren hat - und Nishimura eher widerwillig die Zeit mit diesen merkwürdigen Typen verbringen muss, die seine Kochkünste anfangs kaum zu würdigen wissen. Zudem musste er dafür Frau und Kinder zurücklassen (der kurz vor der Abreise ausgefallene Zahn der Tochter, den er bei sich trägt, wird zudem Opfer einer grotesken Verfolgungsjagd durch Schnee und Eis werden).

Shuichi Okitas Komödie „The Chef of South Polar“ bildete den gestrigen unterhaltsamen Auftakt für die nunmehr zehnte Nippon Connection in Frankfurt am Main und vermochte seiner Rolle eines 'Appetizers' (im mehrdeutigen Sinne) durchaus gerecht zu werden. Und auch wenn der Schauplatz der Handlung denkbar weit sowohl von Japan als auch dem Festivalort entfernt liegt, vermag der Film doch mit seiner warmherzigen Charakterzeichnung und seinem weitgehend dezenten Humor, seiner Situationskomik zu gefallen. Diejenigen freilich, die mit dem japanischen Kino vor allem ein Kino der Extreme verbinden, mögen ob der vermeintlichen 'Harmlosigkeit' des mit dem Golden Shindo Kaneto Director Award 2009 ausgezeichneten Films möglicherweise enttäuscht sein.


Christian Moises


“The Chef of South Polar” (“Nankyoku Ryorinin”)
Japan 2009. Regie, Buch: Shuichi Okita. Kamera: Akiko Ashizawa. Musik: Yoshiharu Abe
D: Masato Sakai, Katsuhisa Namase, Kitaro, Kosuke Toyohara
Länge: 123 Min.

Film ab! bei Nippon Connection 2010

Gestern, den 14. April, um 19:00 eröffnete Nippon Connection die Pforten des zehnjährigen Jubiläums für die Besucher, die schon eine Stunde davor anfingen, sich auf dem Uni-Campus in Bockenheim zu sammeln. Dreißig kurze Minuten durften die Fans des Japanischen Films sich im zweistöckigen Labyrinth des Festivalzentrums zurechtfinden, bevor der erste Film anfing. Es dauertes nicht lange, bis die Theken, die Spielhölle und die Sake Bar von Neugierigen überfüllt waren.


Nippon Connection starte diese Jahr am Südpol; heißt: mit "The Chef of South Polar" von Shuichi Okita, Eröffnungsfilm des Nippon Cinema Wettbewerbs. Doch zwischen Japan, Südpol und Deutschland gab es zunächst die offizielle Begrüßung der Festivalbesucher. Dazu war die Schirmherrin des Festivals, Eva Kühne-Hörmann, hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst, anwesend. Die CDU-Ministerin bestätigte in ihrer Lobesrede zum Festival die traurige Wahrheit, die die Veranstaltung schon seit Jahren beschattet: Annerkennung genießt Nippon Connection viel mehr international als im Inland. Leider wurde in der Rede Frau Kühne-Hörmanns der Aspekt Internationalität (hoffentlich durch eine unglückliche Wortwahl) gegen Ausland, Gäste und Filmemacher aus dem Ausland getauscht, trotz der Natur einer solchen Veranstaltung, die Internationalität über das Medium Film schafft.



Die Festivalleitung stellte sich dem Publikum vor, die große Zahl der ehrenamtlichen Helfer wurde honoriert und die Sponsoren von Nintendo bis Security Schulz wurden aufgezählt. Vor dem ersten Film durfte das Publikum den zweisprachigen Auftritt des Musikers Kenta Maeno genießen, der im Rahmen des Festivalprogramms ein Konzert geben wird und im Dokumentarfilm "Live Tape" von Tetsuaki Matsue wiedergesehen werden kann.


Dann hieß es Film ab. "The Chef of South Polar" begeisterte sofort die Zuschauer mit einer gekonnt inszenierten, originellen Geschichte über existenzialistische Aspekte des Essens. Nippon Digital startete mit Yu Iries Regiedebut "8000 Miles - SR Saitama's Rapper", während im Ergeschoss des Festivalzentrums die Eröffnungslounge mit Pedo Knopp und Weller hinter den Mischpulten einen gemütlichen Ort zur Unterhaltung bot.

Mit einigen sehr gut ausgewählten Kostproben der folgenden 150 Filme schafft es Nippon Connection 2010, den Appetit der Zuschauer auf die zahlreichen kommenden Flimmertage zu erwecken. Die Verleihung der jeweiligen Preise in den mittlerweile klassische gewordenen Kategorien wird am Sonntag, dem letzten Festival Tag, um 19:45 stattfinden.

Ciprian David

Im Kino: Kevin Smiths „Cop Out – Geladen und entsichert“ – Kevins Cops können Komödie

„Cop Out“, USA 2010. Regie: Kevin Smith. Kinostart 15.04.2010


Kevin Smiths erster Film, der nicht von seiner View Askew-Produktionsfirma gemacht wurde, ohne seinen Stammproduzenten Scott Mosier, der erste, dessen Drehbuch er nicht selbst verfasst hat – und vielleicht deshalb ein guter Film. Denn in den letzten Jahren hat Smith mehr oder weniger geschwächelt, eigentlich seit seinem 1999-„Dogma“. Hier nun sind seine eigenen Obsessionen etwas dezenter, subtiler eingeflochten, nicht so offensiv-plakativ wie sonst, das tut dem Film gut. Und als Schauspieler hat er immerhin Bruce Willis bekommen, der ist sowieso ein Selbstläufer, da ist schon mal ausgebügelt, dass Smith zwar Dialoge sehr gut kann, seine Charaktere aber oft genug Abziehbilder sind und seine Schauspieler Duracell-Plappermäuler.

Willis weiß, was er leisten kann, wie er es leisten muss, und er beweist nicht nur – wieder einmal – sein Gespür für sich selbst, für die eigene Filmpersona, so dass er ironisch damit spielen kann, sondern auch seinen ausgesprochenen Sinn für (komisches) Timing. So einen braucht Smith, hier ist der der Film verankert. Willis spielt Jimmy Monroe, einen der titelgebenden Cops, sein Counterpart/Partner ist Paul Hodges, den der Comedian Tracy Morgan als überdrehten Dampfplauderer gibt. Das muss natürlich so sein, dass der Neger den Freak spielt, das ist Tradition im weißen Hollywood, dass in gemischtrassigen Komödien der Schwarze den lustigen Laberer geben muss. Natürlich macht sich Smith einerseits über dieses Klischee lustig; doch hier zeigt sich auch andererseits exemplarisch seine Schwäche. Denn wenn Smith mit diesem rassistischen Klischee spielt, dann nicht subversiv, zersetzend, sondern letztendlich eben doch affirmativ: die typische Negerrolle bleibt braun gefärbt, auch wenn er sie durch den Kakao zieht.

Immer wieder hat man das bei Smith, nicht nur in diesem Film: Dass er seine komischen/satirischen/parodistischen Situationen gekonnt aufbaut, aber nicht konsequent bis zum Ende durchspielt. Bevor es wehtut, bricht er ab – das mag insgesamt stromlinienförmiger sein, vielleicht auch quantitativ mehr Leute ansprechen, qualitativ aber bleibt dann der Eindruck eines eingekniffenen Schwanzes. Denn erst wenn es den einen schmerzt, kann der andere lachen, so ist das nun mal in den farcehaften Typenkomödien, die Smith drehen will.

So werden auch die genuinen Albernheiten in „Cop Out“, die punktuell hochkomisch sind, häufig nicht weitergeführt. Dass sich Jimmy und Paul bei ihren Verhören einen Spaß daraus machen, die Verdächtigen mit Filmzitaten zu traktieren, hat über die jeweilige Szene hinaus keine Auswirkungen in Richtung Parodie oder Persiflage; dass Paul, der mit Eheproblemen hadert, mit einer schönen Mexikanerin in einem Motel feststeckt, keiner die Sprache des anderen kann, hat Potential – über ein paar kleine Missverständnisse geht es aber nicht hinaus. Spielerisch übernimmt der Film die Konventionen des 80er-Jahre-Buddy-Cop-Movies, inkl. der poppigen Musik – aber er setzt sich nicht tiefergehend damit auseinander.

Freilich: Smith wirft mit so viel um sich, dass es nicht viel ausmacht, wenn er eine komische Situation mal vor ihrem potentiellen Höhepunkt liegen lässt und sich etwas anderem zuwendet – es gibt immer noch genug, das trifft. Und: der Film wird zusammengehalten durch einen plausiblen Plot, auch das für Smith-Verhältnisse nicht unbedingt selbstverständlich.

Die Cops Jimmy und Paul, Partner seit neun Jahren und eigentlich suspendiert, weil sie einen Einsatz verbockt haben, verwickeln sich in einen persönlichen Krieg gegen eine mexikanische Drogengang: denn Jimmy ist Sammler von Baseball-Sammelbildchen, und eines, sein wertvollstes Stück, wird ihm geklaut und liegt jetzt beim Bandenboss. Dabei wollte Jimmy mit dem Bildchen doch die Hochzeit seiner Tochter finanzieren, immerhin 48.000 Dollar, und so müssen er und Paul halblegal das Teil wiederbeschaffen. Treffen auf eine mexikanische Schönheit, die zwei Tage in einem Kofferraum verbracht hat, müssen die Eheprobleme des hocheifersüchtigen Paul lösen, und geraten immer wieder an den Kleinkriminellen Dave, einen durchgeknallten Kindskopf – mit ihm hat der Film seine besten Szenen, da ist der Film dann ganz bei sich selbst.

Seann William Scott spielt diesen Dave, eigentlich hat er nur zwei größere Szenen. Da aber geht er mit Herzenslust zur Sache, plappert drauflos wie ein Kind, macht Zoten wie ein Pubertierender, bringt alles durcheinander, bringt jeden um den Verstand. Kevin Smith vergleicht die Dave-Figur mit Bugs Bunny, und er hat Recht damit.

Ja: es gibt hervorragende Dialogsequenzen mit Jimmy und Paul (auch wenn Tracy Morgan es mit dem unterspielten Witz von Willis nicht aufnehmen kann), in denen sich die beiden spielerisch-kameradschaftlich beharken, sich gegenseitig foppen, dann wieder andere verarschen, mit größtem Witz gemeinsam auf Dritte losgehen und sie in Grund und Boden reden. Doch Dave fügt diesem Gespann eine dritte Dimension an, er nimmt es locker mit beiden auf: in dieser erfindungsreich geschaffenen, völlig absurden Figur, die zugleich sich ganz in den Film einfügt, zeigt sich, was an ein paar anderen Stellen fehlt: Der Mut, den entscheidenden Schritt weiterzugehen.

Aber immerhin ist dieser Film ein großer Schritt für Kevin Smith hin zur richtig, durchgehend guten Komödie.


Harald Mühlbeyer


„Cop Out“, USA 2010.
Regie, Schnitt: Kevin Smith. Drehbuch: Robb Cullen, Mark Cullen. Kamera: David Klein. Musik: Harold Faltermeyer. Produktion: Marc Platt, Polly Johnsen, Michael Tadross.
Darsteller: Bruce Willis (Jimmy Monroe), Tracy Morgan (Paul Hodges), Kevin Pollack (Hunsaker), Adam Brody (Mangold), Guillermo Diaz (Poh Boy), Seann William Scott (Dave).
Verleih: Warner.
Länge: 105 Minuten.
Kinostart: 15.04.2010.

Grindhouse in Mannheim: Gialli

Am Samstag, 17.4., im Mannheimer Cinema Quadrat: Die monatliche Grindhouse-Doppelnacht. Diesmal mit zwei Gialli, die im psychologischen Wühlen, bis Freud aufkommt:

A Lizard in a Woman's Skin


ITA/ESP/FRA 1971. R: Lucio Fulci. D: Florinda Bolkan, Georges Rigaud, Stanley Baker. Ital. OmeU. 98 Min. FSK: ab 18

Die junge Carol hat schreckliche Alpträume von nackten Menschen, alptraumhaften Szenarien und davon, eine sexuelle Liebesbeziehung zu ihrer Nachbarin oder wilde Sexorgien zu haben. Sie besucht deshalb einen Psychiater, der ihr helfen soll. Bizarrer wird es, als sie davon träumt, ihre Nachbarin bestialisch zu töten. Bald drauf wird deren Leiche im Appartement gefunden…

und

In the Folds of the Flesh


ITA/ESP 1970. R: Sergio Bergonzelli. D: Eleonora Rossi Drago, Pier Angeli, Fernando Sancho. Ital. OmeU. FSK: ab 18

In einem burgähnlichen Anwesen lebt Lucille mit ihren beiden erwachsenen Kindern Collin und Falesse. Die Männer, die eine Nacht in deren Heim verbringen, überleben diese in den seltensten Fällen. Denn Töchterchen Falesse schleppt ein schweres Trauma aus Kindertagen mit sich herum… Ein Giallo, der freudianische Untiefen auslotet und mit einigen abgeschlagenen Köpfen und Säurebädern aufwartet.

DVD: „Vital“ – Tsukamoto goes Arthouse!?

„Vital“, Japan 2004. Regie: Shinya Tsukamoto

Der Beginn mutet noch wie ein Experimentalfilm an: hektisch bewegte Kamera, Mehrfachbelichtungen, auf graphische Formen reduzierte, mikroskopische Bilder. Dazu eine (Tsukamoto-typische) Kakophonie synthetischer Klänge zwischen Industrial und zeitgenössischer E-Musik. Während diese langsam abebbt: der Blick auf das Gesicht eines jungen Mannes in Großaufnahme, zunächst auf dem Kopf stehend. Dann – nach einer 180°-Drehung und den anschließenden Schnitten zuerst auf eine besorgt dreinblickende Krankenschwester und dann auf ein noch besorgter erscheinendes älteres Paar – wird schnell klar, dass diese beiden am Krankenbett ihres Sohnes auf dessen Wiedererwachen, seine Rückkehr ins Leben warten. Doch letzteres wird sich als schwerer erweisen, als die beiden – und er selbst – dies vielleicht erhofft hatten. Denn Hiroshi, der Sohn, hat bei dem Zusammenstoß mit einem LKW nicht nur sein Gedächtnis, sondern – wovon er in diesem Moment noch nichts ahnt – auch seine Freundin Ryoko verloren. Ein in seiner formalen Gestalten bergmanesk anmutendes Zwiegespräch der Eltern kurz darauf lässt zudem unaufgearbeitete Schuld erahnen. Und die anschließenden Bilder von dem aus dem Hospital entlassenen Hiroshi in Verbindung mit den verstörenden Klängen auf der Tonspur machen klar, dass hier jemand aus dem Leben, aus der Zeit gefallen ist, seine Umwelt nunmehr mit Befremden und darob geschärften Sinnen wahrnimmt.

Als Hiroshi (Tadanobu Asano, der seine Karriere bereits Anfang der 1990er Jahre in einer Vielzahl großartiger Filme – etwa in Hirokazu Kore-edas „Maboroshi“, Shunji Iwais „Yentown“ und Sogo Ishiis „Labyrinth der Träume“ – begann und auch schon in Naoto Takanekas „Quiet Days of Firemen“ mit Tsukamoto und in „Gemini“ für ihn vor der Kamera gestanden hat – und somit im Grunde eigentlich zu alt für die Rolle ist) sich seiner Leidenschaft für die Medizin wieder bewusst wird, nimmt er ein Medizinstudium auf und wird offenbar trotz seiner Wortkargheit zu einem der besten seines Jahrgangs. Sein Interesse für die Anatomie des menschlichen Körpers nimmt schließlich befremdliche, ja verstörende Züge an, als sich eines Tages herausstellt, dass die Eltern seiner tödlich verunglückten Freundin (Nami Tsukamoto) deren Körper auf ihren eigenen Wunsch hin der örtlichen Medizinfakultät zu Studienzwecken überantwortet haben. Mit jedem weiteren sezierenden Schnitt, jedem weiteren zutage tretenden Detail des aufgebahrten Körpers, das sein Zeichenstift auf Papier festhält, kehren schubweise Erinnerungen zurück. Tranceartige Zustände, in denen er sich mit der Toten wieder vereint glaubt, lassen Hiroshi eine für seine Kommilitonen absonderlich anmutende, innige Beziehung zu dem Körper auf dem Sektionstisch aufbauen. Die Auseinandersetzung mit dessen somatischer Beschaffenheit wird zur Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit, mit wiederaufkeimenden Emotionen, Sterblichkeit und Tod.

Regisseur Shinya Tsukamoto (der erneut u.a. auch für Kamera, Buch und Schnitt verantwortlich zeichnet) bindet in diesem 2004 erschienenen Film die formalen Stilelemente seiner wilden, frühen Cyberpunk-Kultstreifen (etwa seiner orgiastischen „Tetsuo“-Filme) weitaus dezenter und organischer in die Geschichte ein als im Vorgängerfilm „A Snake of June“ (2002). Dort muteten die Reminiszenzen an seine Undergroundjahre noch mitunter wie seltsam disparate, schillernde Fremdkörper an, die virengleich den Wirtskörper des um eine bizarre Dreiecksbeziehung kreisenden Films heimsuchten. Das Exzessive erhält hier nunmehr (rein) narrative Bedeutung, das Ungestüme der von Tsukamoto selbst fotografierten Bilder durch die Rückbindung an die subjektive Wahrnehmung des Protagonisten ‚dramaturgische Plausibilität‘, wenn diesem (und damit dem Zuschauer) zunehmend das Vermögen abhanden zu kommen scheint, klar zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Realität, Erinnerung und Imagination unterscheiden zu können. Oder vielmehr: eine Unterscheidung treffen zu wollen. Und war Tsukamotos Blick auf den menschlichen Körper bis dahin ein mehrfach gebrochener, durch Mutationen, Transformationen, durch das Metall von Waffen und Panzerungen verstellter, abgelenkter, so führt er hier die Linie weiter, die er mit „A Snake of June“ begonnen hat. Doch wenn der Blick dort noch vom erotischen bis perversen Verlangen der Protagonisten geprägt war, ein Blick auf die primär sexuell konnotierte Oberfläche des (lebendigen) entblößten Körpers, so transzendiert er hier diese Begrenzung, dringt in die (leblose) Hülle ein – wenn auch mit für Tsukamoto-Verhältnisse erstaunlicher Dezenz.

Gerade diese Abmilderung, die „narrative Indienststellung“ des Tsukamoto‘schen Formenvokabulars war es, die in manchem Fan der ersten Stunde die Befürchtung aufkeimen ließ, auch der Altmeister des Cyberpunk hätte nun endgültig den Underground in Richtung Arthouse verlassen – so wie hier Tsukamotos Bilder erstmals die Enge der Großstadt hinter sich lassen, in Richtung Natur, ins Offene vorstoßen. Was den Regisseur vielleicht bewogen haben mag, kurze Zeit später mit der düster-klaustrophobischen Low-Budget-Digital-Etüde „Haze“ (2005) zu kontern. 2006 kam dann wiederum der erste Teil seiner durchaus Mainstream-affinen „Nightmare Detective“-Reihe in die Kinos, der ob seiner Drastik und tiefschwarzen Abgründigkeit zumindest mehr zu gefallen wusste als die eher unspektakuläre Geistergeschichte des zweiten Teils – und darin durchaus eine gewisse Nähe zu den düsteren Genrefilmen seines Landsmannes Kiyoshi Kurosawa erkennen ließ. Es bleibt abzuwarten, welchen Weg der Mann mit dem Schlapphut in „The Bullet Man“, dem nunmehr dritten Teil seiner legendären „Tetsuo“-Reihe, eingeschlagen hat.

Tsukamotos „Vital“ ist Teil der neuen „Edition Asien“ von Rapid Eye Movies, die es sich offenbar zum Ziel gesetzt hat, ein möglichst vielfältiges Abbild des asiatischen Filmschaffens der letzten fünfzehn Jahre (die zeitliche Zäsur für diesen Blick zurück bildet „Tokyo Fist“ von 1995, wiederum von Tsukamoto) zu geben, während die im Sommer beginnende Reihe „Nippon Classics“ neben einer Reihe unbestrittener Klassiker wie Suzukis „Tokyo Drifter“ oder Okamotos „Kill“ auch buntschillernde Genreperlen wie Misumis „Hanzo the Razor“ oder Obayashis „Hausu“ bieten wird. Neben dem Hauptfilm (mit wahlweise deutscher Synchronspur oder dem japanischen Originalton mit deutschen Untertiteln in gewohnter Rapid Eye-Qualität) finden sich auf der DVD ein aufschlussreiches Interview mit Tsukamoto selbst zur Genese des Films, ein weiteres Interview mit seinem getreuen Maskenbildner Takashi Oda, ein Making-of, ein kurzes Feature zur Premiere auf den Filmfestspielen in Venedig und ein Musikclip. Damit entspricht die Ausstattung im Grunde der des bereits vor einiger Zeit von Rapid Eye veröffentlichten Digipacks im Schuber, dessen wertigere Aufmachung allerdings vom günstigen Preis der Editionsausgabe ausgestochen wird.

Zur Ergänzung sei noch auf Tom Mes‘ hervorragende Monographie „Iron Man. The Cinema of Shinya Tsukamoto“ hingewiesen, die bei Fab Press erschienen ist und Tsukamotos Schaffen von seinen 8mm-Anfängen bis hin zu „Vital“ kenntnisreich in den Blick nimmt.

Christian Moises



„Vital“. Japan 2004.
Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Szenenbild: Shinya Tsukamoto. Musik: Chu Ishikawa. Produktion: Kiyo Joo, Shin-Ichi Kawahara, Ittoku Kishibe, Keiko Kusakabe, Koichi Kusakabe, Shinya Tsukamoto.
Darsteller: Tadanobu Asano (Hiroshi), Nami Tsukamoto (Ryôko), Kiki (Ikumi)
Extras (64 Min.): Making Of, Interviews, Feature: Venedig 2004, Kinotrailer, Musikvideo
Anbieter: Rapid Eye Movies
Länge: 85 Min.
Erscheinungsdatum: 19. März 2010


Diese DVD können Sie bequem in unserem Online-Shop bestellen.
Dort können Sie sich auch das Buch von Tom Mes: Iron Man. The Cinema of Shinya Tsukamoto besorgen.

DVD: „Izo” von Takashi Miike – Karma, mir graut vor Dir! oder: Wiedergeburt mit Hindernissen

„Izo – The World Can Never Be Changed”, Japan 2004. Regie: Takashi Miike


„Der erste philosophische Splatterfilm“ – nun ja, das vielzitierte, auf dem DVD-Cover abgedruckte Diktum der London Times scheint nicht (gänzlich) falsch: Ähnlich wie der Splatterfilm, der sich vom Genre des Horrorfilms emanzipiert hat, indem er diejenigen Szenen, die dort noch wie einzelne, stark akzentuierte Töne (im sforzato) in einer Partitur punktuell verstörende Wirkung entfalten sollten, ohne Rücksicht auf logische Stringenz zu einer Kette von visuellen (und viszeralen) Reizen, wie in einer Nummernrevue zusammenfügte, wirft als Takashi Miikes erster „Samuraifilm“ alle narrative Dramaturgie über Bord, bindet seine schier endlose Folge von Kampfszenen in keine Geschichte mehr ein, sondern bettet diese lediglich in eine Art loser essayistischer Struktur ein und nimmt sie zur Illustration von Reflexionen über das Allgemeinmenschliche wie über die durchaus fragwürdigen Wertekodizes der Samurai(filme) in den Dienst.

Ausgangspunkt für Takashi Miikes Film aus dem Jahre 2004 ist zum einen (historisch gesehen) die wahre Geschichte des Samurais Okada Izo, der 1865 als Gefolgsmann des rebellischen Fürsten Hanpeita Takechi hingerichtet wurde, und zum anderen (filmhistorisch betrachtet) das Ende von Hideo Goshas Film „Hitokiri“ von 1969, wo besagter Samurai als Strafe für seine grausamen Taten einen qualvollen Tod am Kreuz stirbt. Diese nicht erste, aber sicher gelungenste Verfilmung der Geschichte Izos ist im Grunde die Geschichte eines einfachen Soldaten, eines Emporkömmlings, der durch seine Grausamkeit in der Gesellschaft aufsteigt und, von Ansehen und Macht korrumpiert, nicht erkennt, dass er doch nur mordende Marionette in den Händen Takechis ist. Miike übernimmt aber wenig mehr als diese eine Szene und die zentralen Figuren, den Herrscher und dessen Lakai, in diesem Spiel der Macht.

Das (vermeintliche) Ende dieser Geschichte, dieses Films wird bei Miike eingerahmt von dokumentarischen Bildern, die einerseits den Zeugungsakt schematisch ins Bild setzen und andererseits eine zeitliche Klammer zwischen dem Zusammenbruch des Tokugawa-Schogunats in der zweiten Hälfte 19. Jahrhunderts und der Gegenwart des 21. Jahrhunderts schaffen, indem sie in Zeitraffer das dazwischenliegende 20. Jahrhundert mit all seinen Untiefen und Verheerungen, in all seiner Grausamkeit im Zeitraffer ausloten. Das ist ein blutiger Auftakt zu einem nicht weniger blutigen Schauspiel einer nicht enden wollenden Abfolge von Mord und Totschlag, in der Gegenwart und Vergangenheit, fernöstliches Karmadenken und christliche Ikonografie, Naturmystik und Tiefenpsychologie wild (und wirr) durcheinander geraten.

Ausgehend von diesem in die japanische Ebene versetzten Golgatha-Szenario schleudert uns Miike zusammen mit seinem Helden, dem im Schmutz und Abfall einer dunklen Gasse reinkarnierten Samurai Izo (Kazuya Nakayama), der jeglichen Halt in Raum und Zeit verloren zu haben scheint und auf Rache an seinem ehemaligen Herrscher und, wie es scheint, der gesamten (!) Menschheit sinnt, von einem Ort zum nächsten, von einer Zeit in die andere, überall Tod, Zerstörung und Hektoliter von Blut zurücklassend. Diese nichts und niemand (auch nicht Frauen und Kinder) schonende (Körper-)Zerstörungsorgie, dieses Sammelsurium von Anachronismen und Aphorismen, das einzig und allein einer Art kinetischer Dramaturgie verpflichtet scheint, entledigt sich allem, was dem Geschehen einen Wert, eine Würde, moralische Sanktion geben könnte. Denn dieser Izo, dessen unstillbarer Drang nach Vergeltung ihn keine Ruhe finden lässt, ist – wie er es selbst formuliert – der personifizierte, nie vergehende Hass auf alles was existiert, der keine familiäre, weltliche oder geistliche mehr Autorität anerkennt. Der seine Mutter in zwei Hälften teilt und der in einer ödipal anmutenden Szenenfolge dem selbsternannten Stellvertreter Gottvaters und Buddhas den Garaus macht, um danach die in den darmartig verschlungenen Höhlenwindungen unter dessen Palast hausende Urmutter zu besteigen.

Und im Grunde verbleibt auch der ganze Film – wenn dieser möglicherweise ebenso anachronistisch anmutende Rekurs auf Freud’sches Vokabular gestattet ist – trotz aller (pseudo)philosophischen Phrasendrescherei in diesem Unterbau, in der Welt des ‚Es‘, des reinen Triebs, in einer Welt gespeist von Blut und Sperma, die, nachdem der erste Kontrahent zu Boden gestreckt ist, auf dem steinigen Boden ineinanderfließen. Homo homini lupus est – Krieg, Mordlust, Gewalt als Konstanten der Menschheitsgeschichte, als Essenzen der conditio humana, von Kain und Abel bis zum heutigen Tag. „Gegen den Krieg zu sein – bedeutet es nicht, gegen die Menschheit zu sein?“, heißt es an einer Stelle. Im Hintergrund wiederum zieht die Klasse der Herrschenden die Fäden. In einer Festung, bewacht von untoten Soldaten (das Geisterbataillon aus Kurosawas „Träume“?) und einem schwarzen Hünen (Mixed-Martial-Arts-Kämpfer Bob Sapp), residiert diese Runde alter Männer, Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Klerus und Militär (darunter Takeshi Kitano, einer der vielen Cameo- und Gastauftritte in „Izo“), die direkt aus Eisensteins „Streik“ stammen könnten und nicht mehr in der Lage scheinen, diese durch ihr Jahrtausende lang währendes Ränkespiel entfesselte Naturgewalt namens „Izo“ zu bändigen. Aber auch seinem einstigen Befehlsgeber Hanpeita Takechi (Ryosuke Mike) wird er gegenübertreten, um schließlich nach der Begegnung mit einer transzendenten Macht erneut wiedergeboren zu werden.

Im Zusammenspiel erscheint dies alles – in (philosophischer) Bedeutung und (politischer) Aussage – wahlweise prätentiös und leidlich originell oder zumindest merkwürdig diffus, so ambivalent wie die symbolische Bedeutung der immer wiederkehrenden Schlange: im buddhistischen Rad des Lebens Symbol des Zorns, Prinzip der Abstoßung, einer Legende nach aber auch Beschützerin des Erleuchteten. In den unterschiedlichsten Mythologien einerseits, als tödliches Tier, Symbol für Tod und Zerstörung, andererseits, als eines, das periodisch seine Haut erneuert, Symbol für Leben und Auferstehung oder auch, als zweigeschlechtlich angesehen, ein Attribut aller aus sich selbst heraus schaffenden Götter, Symbol für die schöpferische Kraft der Erde, usw.

Es erscheint müßig, hier die unzähligen, seit Erscheinen des Films andauernden Diskussionen fortzuführen, ob dies nun große Kunst sei oder ein relativ lieblos in wenigen Wochen herunter gedrehtes, wie in einem Beat 'em up-Videospiel monoton Kampfszene an Kampfszene aneinanderreihendes und mit Sinnsprüchen überzuckertes, missratenes Experiment Miikes, der seitdem bereits über ein Dutzend weiterer Filme heruntergekurbelt hat, ohne den Anspruch, ausschließlich Meisterwerke in die (Film)Welt zu setzen. Festzuhalten bleibt: es gibt großartige Momente! Etwa die mit der Handkamera gefilmten, schlendernden Bewegungen des wiederauferstandenen Izo durch der Tokioter City, oben erwähnte Montagesequenzen in der Exposition, die mehrmals die Handlung unterbrechenden und/oder kommentierenden Auftritte der japanischen Underground-Folk-Ikone Kazuki Tomokawa oder die herrlich-unverblümte Demaskierung gesellschaftlicher und nationaler Wertvorstellungen und Ideale in der Klassenzimmersequenz – merkwürdigerweise fast allesamt Szenen, in denen der „Held“ gar nicht oder nur am Rande auftritt.

Auch dieser Film ist Teil der im März begonnenen „Edition Asien“ von Rapid Eye Movies, die noch bis Ende des Jahres fortgesetzt wird, darunter etwa im September ein weiterer Miike-Film, „The Happiness of the Katakuris“ aus dem Jahr 2002, eine wild-surreale Horror-Farce und wiederum Beweis dafür, wie wenig sich das Werk Miikes in gängige Kategorien zwängen, auf einzelne, klar geschiedene Genres festlegen lässt. Neben dem Hauptfilm finden sich lediglich ein Making-of und der Kinotrailer auf der DVD. Miike-Fans werden den Film sowieso schon lange in der einen oder anderen Special Edition besitzen, und als Einstieg in dessen Oeuvre stellt dieses Werk (wie nicht wenige andere) eine nicht gerade geringe Herausforderung dar. Allen Wagemutigen bietet sich (angesichts des günstigen Preises) spätestens jetzt die Möglichkeit, sich selbst ein Urteil über „Izo“ zu bilden.

Christian Moises



“Izo – The World Can Never Be Changed”. Japan, 2004.
Regie: Takashi Miike. Kamera: Nobuyuki Fukazawa. Musik: Kôji Endô. Produktion: Taizô Fukumaki, Fujio Matsushima, Kazuyoshi Okuyama.
Darsteller: Kazuya Nakayama (Okada Izo), Kaori Momoi, Ryuhei Matsuda.
Extras: Making Of, Kinotrailer
Anbieter: Rapid Eye Movies
Länge: 123 Min.
Erscheinungsdatum: 19. März 2010


Diese DVD können Sie bequem in unserem Online-Shop bestellen.

goEast-Symposium: Wie Osteuropa lacht(e)


Veranstaltungstipp:
„Das befreiende Lachen – Eine kurze Geschichte des osteuropäischen Filmhumors“

Im Rahmen des goEast-Festivals finden im Wiesbadener Murnau-Filmtheater vom 22. bis zum 24.04. Vorführungen und Gespräche zu Filmkomödien aus 50 Jahren Sozialismus statt.

Gezeigt werden u.a.
- am 20.04.LIMONÁDOVÝ JOE ANEB KONSKÁ OPERA / LIMONADEN-JOE (CSSR 1964) (Einführung durch Peter Schulze)
- Siegfried Kühns DAS ZWEITE LEBEN DES FRIEDRICH WILHELM GEORG PLATOW (DDR 1973) in Anwesenheit des Regisseurs oder
- am 24.04. CIALO / DER KÖRPER (POLEN 2003, R: Tomasz Konecki) mit einer Einführung von Dietmar Hochmuth.

Konzipiert wurde das Symposium von Prof. Dr. Oksana Bulgakowa, Leiterin der Mainzer Filmwissenschaft, die am 22.04. die Veranstaltung auch mit einem Vortrag, einer kurzen Geschichte des osteuropäischen Filmhumors, eröffnet und die Abschlusspodiumsdiskussion am 24. leiten wird.

Das Programm (allerdings – noch? – ohne Angaben zu den Rednern und Gästen) gibt’s HIER

DVD: „Hank and Mike“ - Endlich ein Osterfilm!

„Hank and Mike“, Kanada 2008. Regie: Matthiew Klinck


Erste Erwähnungen des eierbringenden Hasen stammen aus dem 17. Jahrhundert, wirklich populär machten ihn allerdings erst in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts die deutschen Süßigkeitenhersteller, wodurch er andere Eierbringer wie den Osterfuchs oder den Kuckuck verdrängte. Mittlerweile erfreut sich die Geschichte vom Osterhasen offensichtlich nicht nur im deutschsprachigen Teil der Welt einiger Beliebtheit, wie der nun pünktlich kurz vor Ostern auf DVD veröffentlichte kanadische Film „Hank and Mike“ beweist. Die Titelhelden nämlich sind zwei der vielen Osterhasen, die bei Easter Enterprises beschäftigt sind und jährlich weltweit die bunten Eier verstecken. Da der Vorstand der Firma allerdings Einsparungen vornehmen will, verlieren die zwei ihre Stellen und müssen daraufhin versuchen, auf dem freien Arbeitsmarkt einen Job zu finden.

Der kurzen Inhaltsangabe nach könnte es sich um eine alberne Komödie handeln oder vielleicht um einen kitschigen Kinderfilm. „Hank und Mike“ spielt mit genau diesen Erwartungen und übertrifft alle Vermutungen. Zunächst einmal hält sich die Geschichte nicht mit Erklärungen auf, es wird nicht erläutert, wie genau das Osterunternehmen organisiert ist, warum die Hasen wie Männer in rosa Häschenkostümen aussehen, ob es auch weibliche Osterhasen gibt und so weiter. Der Film betrachtet also nicht von unserer Sicht aus eine Welt, in der es Osterhasen wirklich gibt, sondern er nimmt ihre Existenz einfach als gegeben hin und entfaltet sich komplett in diesem Universum. Die Hasen sind fleischgewordene, lebendige Früchte des Kommerzes. Also erschafft die Werbung nicht einfach nur Mythen, sondern wirkliches Leben. Und das mit allen Kehrseiten.

Denn Hank (Thomas Michael, auch Drehbuch und Produktion) und Mike (Paolo Mancini) sind nicht unbedingt als niedliche, harmlose, unschuldige Kuscheltiere dargestellt. Im Gegenteil: Während Mike noch als Musterosterhase gilt und seine Laster in seiner Vorliebe für dickmachendes Essen und Liebeskitschromane bestehen, ist Hank ein Frauenheld, konsumiert Drogen und Pornos, und nimmt auch seinen Job nicht so ernst. Als sie ihre Anstellung verlieren, bricht dennoch für beide das Leben zusammen. Ihre Osterhaseneigenschaften hindern sie daran, eine andere Beschäftigung zu finden, denn wer braucht zum Beispiel schon einen Postboten, der die Sendungen versteckt? Immer stärker verfallen sie in eine Depression und gleichzeitig keimt eine Wut in ihnen, gegen die Firma, die sie einfach auf die Straße setzte. Neuerdings wird der Weg der Firma von Conrad Hubriss (Chris Klein) bestimmt, der die mausgrauen Vorstandsmitglieder zu leiten weiß und sich somit gegen die Meinung des eigentlichen Chefs Mr. Pan (Joe Mantegna) wendet. Seine Karriere verdankt Hubriss der äußerst erfolgreichen Geschäftsidee, Menschen bei ihrem Suizid zu unterstützen, wenn sie sich dabei von Fernsehteams filmen lassen und dabei Werbebanner oder Werbeshirts von dafür bezahlenden Firmen tragen. Die Werbung, also das Streben nach Profit, was ja überhaupt erst für Hanks und Mikes Existenz verantwortlich ist, bestimmt also das gesamte Leben der Menschen und zeigt sich dabei auch von seiner lebensverachtendsten Seite. Und Hubriss plant nun auch das Osterfest als Werbekampagne zu missbrauchen, indem er auf die versteckten Süßigkeiten Werbeflächen anbieten will.

Der Film inszeniert den glatten und stets in schwarzen Anzügen gekleideten Hubriss als Gegensatz zu Mr. Pan. Dieser wirkt von seiner Kleidung und seinem Verhalten mehr wie ein leicht resignierter, unmoderner Abenteurer, wie aus dem 19. Jahrhundert entsprungen. So ist auch sein altmodisch eingerichtetes Chefbüro vollgestellt mit Pflanzen, während im grauen, kahlen Konferenzraum der Firma lediglich ein steriler, weißgestrichener, entfremdeter Ast die Decke schmückt. Hier wird offensichtlich eine Entfernung von Natürlichkeit und somit vom Leben betrieben. Mr. Pan und Hubriss stehen für die zwei verschiedenen Weltvorstellungen, deren Konkurrenz auch das Leben der Osterhasen bestimmt. Der eine glaubt an das Leben und auch an die Bedeutung von kleinen Wundern für die Menschen, wie die Ostergeschenke. Der junge Hubriss hingegen gründet seine Philosophie auf der Einsicht, dass es keine Sicherheiten in der Welt mehr gibt. Er steht damit für eine junge Generation, die völlig desillusioniert dem Leben gegenüber steht. Als einziger Glaube und einziger Sinn bleibt ihm der Profit, und so wandelt sich seine Traurigkeit in Lebensverachtung, die ihn seine ganze Redegewandtheit einsetzen lässt, um die Vorstandsmitglieder von seinen Plänen zu überzeugen.


Zunächst scheint sich der ältere Mr. Pan in seine Rolle zu fügen, doch als Hank und Mike sich mit allen Mitteln um ihren Job bemühen, wird auch er sich seiner Aufgabe bewusst und rettet Ostern. Die Art, mit der er dies vollbringt, lässt ihn endgültig als eine übermächtige und unantastbare Figur erscheinen. Könnte der Kampf zwischen Mr. Pan und Hubriss als eine Art Wettstreit Gottes mit dem Teufel gesehen werden? Zwar liegt dem Film eine religiöse Aussage zum Osterfest fern, dies wird in einer kurzen karikaturhaften Szene mit Jesusanhängern, die Mike helfen wollen und die er ängstlich zurückweist, klargemacht, doch wird offensichtlich, dass der rein profitgierigen Verbiegung des Festes eine Macht entgegengesetzt werden muss.

Interessant ist hierbei, dass der Film von seiner Indieoptik der Bilder über die Charakterisierung seiner Hauptfiguren bis hin zum Musikeinsatz sehr bewusst die kitschige, heimelige Atmosphäre, die zum Beispiel vielen Weihnachtsfilmen eigen ist und die auch bei der Geschichte eines Osterfilms leicht hätte Einzug halten können, zu vermeiden versucht. Durch Mr. Pans Gewaltakt findet aber ganz klar eine Wendung statt, die Ostern dann doch zu diesem harmonischen Familienfest macht. „Hank und Mike“ trifft also die Aussage, dass der Mensch ein wenig Kitsch und vielleicht unsinnig erscheinende Rituale braucht, um weiter an das Leben glauben zu könne. Und dies erklärt dann auch die rosanen Kostüme der Hasen, sie sind zwar ebenso vom Leben gebeutelt wie die Menschen und keine putzigen Fabelwesen, aber auch ein Statement für die Wichtigkeit von Traditionen, unserem Kulturgut, sei es auch von der Industrie berühmt gemacht, und kleinen Wundern.

Neben diesem Grundthema wartet die Komödie mit vielen intelligenten Wortwechseln und komischen Begebenheiten auf, und auch die Kamera ist für die kleine Produktion bewundernswert vielseitig und ungewöhnlich.
„Hank und Mike“ ist also nicht nur äußerst unterhaltsam und komisch, sondern bietet eine erstaunlich intelligente Beschäftigung mit der Bedeutung von Feiertagen und darüber hinaus ist er selbstverständlich auch ein Kommentar zu der wirtschaftlichen Krisensituation, die auch vor Osterhasen keinen Halt macht. Somit ist der Film wahrscheinlich der perfekte Osterfilm für dieses Jahr.

Der bisher nicht in Deutschland zu sehende Film erscheint nun auf DVD, diese bietet neben Trailern einige Outtakes und ein Behind-the-Scenes-Featurette mit dem kleinen, sympathischen Filmteam, das offensichtlich großen Spaß bei den Dreharbeiten hatte.


Elisabeth Maurer



„Hank and Mike“
Regie: Matthiew Klinck. Drehbuch: Paolo Mancini, Thomas Michael. Kamera: Glen Keenan. Musik: Phil Electric. Produzenten: Pierre Even, Thomas Michael, Nicholas Tabarrok.
Darsteller: Thomas Michael, Paolo Mancini, Joe Mantegna, Chris Klein.
Vertreib: Eurovideo
Laufzeit: 86 min
Veröffentlichung: 11.3.2010