DAS A-TEAM
Taaaa-tattataaaah tattaataaah…
Passiert Ihnen das auch manchmal? So minderwertigskeitskomplexe Grammatik-Tollereien wie „einzigst“ (wie in „ich war der Einzigste, wo…“), weil das eigentlich doch breitschultrige, nicht steigerungsfähige „einzig“ zu gefühlt schmalbrüstig daherkäme?
Besser ist natürlich in solchen Augenblicken ein zusätzliches „aller“. Der „allereinzigste“. Und am besten noch dazu: „von allen“.
Das hat sicherlich etwas Unbeholfenes, sozusagen ein eingebautes gestikulierendes Achselzucken, ein Overkill, weil man seiner eigenen Beteuerung nicht glaubt – oder zumindest nicht glaubt, dass die anderen das tun, als ob sie die Dramatik des Gesagten nicht einschätzen wollten oder könnten. Blöd nur, dass sich das, wenn man dies die ganze Zeit über macht, abnutzt und es eine Nummer kleiner nicht mehr geht.
So, und genau so ein einziges "Einzigst" ist THE A-TEAM, der Film zur Kult-Action-Freitagabend-10-vor-7-in-der-ARD-Serie, zwei Stunden lang: Völlig überdeht und von der Megalomanie und dem nicht Stillsitzenkönnen von ganz ganz wilden und albernen Jungs mit einer übervollen Spielzeugkiste, die man einfach lieb haben muss, diese Quatsch-Lauser. Sonst droht Nervenkrebs.
Dementsprechend bestehen die ersten 20 Minuten aus Vortitelsequenz (wie sich das A-Team zusammenfindet), passieren in 80 Prozent aller Szenen drei Sachen auf einmal und wird mit einem Panzer am Fallschirm geflogen, per Schüssen gesteuert und in einem deutschen Alpensee heil gelandet.
Einen Gang runterschalten ist da gen Ende hin nicht mehr, leider, weshalb man liebevoll seufzend sich einfach die Schläfen massieren sollte. Denn was die überdrehten Buben vor und hinter der Kamera anstellen und anzetteln ist doch eigentlich und ansonsten egal. Hauptsache, sie haben ihren Spaß und sind abends schön müde und fertig fürs Bett.
Aber totalst!
(zyw - der es auch liebt, wenn ein Plan funktioniert)
THE A-TEAM
R: Joe Carnahan. B: Joe Carnahan, Brian Bloom, Skip Woods. K: Mauro Fiore. SCH: Roger Barton, Jim May. M: Alan Silvestri, P: Stephen J. Channell u.a.
D: Liam Neeson, Bradley Cooper, Jessica Biel, Quinton „Rampage“ Jackson, Sharlto Copley
P.S.: So locker luftig, lächelnd und leicht bekleidet wie hier rechts auf dem Bild läuft Jessica Biel im Film natürlich nicht herum, sondern so wie hier unten, mit Sonnenbrille, und cool... Aber irgendwie hätte sie auch so luftig lächelnd vor die Kamera geschubst werden können, THE A-TEAM gäbe es her - nicht weil er sexistisch ist, im Gegenteil, eher wegen der Unbekümmertheit, jener, mit der sich Jungen solche Postermädchen ohne argen Hintersinn ins Kinderzimmer hängen, in dem sie sich dann mit immer noch hauptsächlich Matchbox-Autos und Plastikpanzern bewerfen, ab 13 oder so, wenn Papa ihnen immer noch grinsend den Kopf strubbelt, den Rabauken.
Taaahhhtattataaaa tattataaa, tattattattataataaa...





